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Westfalenliga
TuS
Eving mit ungefährdetem 4:0-Erfolg gegen Oestrich
DORTMUND Trotz
zahlreicher Ausfälle startete der TuS Eving-Lindenhorst souverän in die
Frühjahrsrunde und besiegte die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn mit 4:0 (1:0).

Die erste große Chance im Spiel hatten
allerdings die im Abstiegskampf steckenden Gäste. Nik Kunkel flankte von der
linken Seite scharf in den Strafraum, wo Michel Amaral freistehend an Sascha
Piontek scheiterte (6.).
Gute Kombinationen
Mehr Glück hatte auf der anderen Seite dann aber Sebastian Homann. Seine als
Flanke gedachte Hereingabe in den Strafraum entwickelte sich aus 20 Metern zu
einer unhaltbaren Bogenlampe für Oestrichs Schlussmann Andre Lindenblatt – 1:0
(8.).
Die glückliche Führung spielte den Evingern natürlich in die Karten. Sie
kombinierten sich gut nach vorne und mussten sich nur den Vorwurf gefallen
lassen, dass sie gegen die defensiv anfälligen Sportfreunde nicht schon früher
eine Vorentscheidung herbeiführten. Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte.
Lmcademali zur Führung
Nach der Pause behielt der TuS die Spielkontrolle und münzte das dann auch in
Zählbares um. Mohamed Lmcademali nahm den Ball 18 Meter vor dem Tor an und
setzte ihn volley trocken unter die Latte. Eving führte verdient mit 2:0 (55.).
„Ich weiß auch nicht, wie ich den reingemacht habe“, sagte Lmcademali nach dem
Spiel zu dem sehenswerten Treffer.
Das Spiel war spätestens jetzt entschieden, was dem Evinger Torhunger keinen
Abbruch tat. Fünf Minuten nach dem 2:0 versuchte sich Christian Werner als
Distanzschütze. Sein Schuss touchierte die Latte jedoch nur an der aus Evinger
Sicht falschen Seite.
Souveräner Auftaktsieg
Für den Endstand sorgten Bastian Erzen per Abstauber (73.) und Sundi Gomes
(84.). Der souveräne Auftaktsieg ließ an diesem grauen Sonntagnachmittag die
Sonne in Eving scheinen, vor allem in dem Wissen, dass die Ausfälle von Spielern
wie Kalpakidis, Rammel oder Bugri kompensiert werden können. „Wir standen
defensiv gut, haben gut kombiniert und schöne Tore erzielt. Ich bin mit der
Leistung jedes Einzelnen zufrieden“, sagte Evings Trainer Daniel Rios.
Eving: Piontek -
Balihodzic, Tech, A.Konya, E. Konya - Werner, Homann - Gondrum (79. Scheffer),
Lmcademali (73. Gomes), Erzen - Erdur (83. Löwenberg)
Tore: 1:0 Homann (8.), 2:0 Lmcademali (55.), 3:0 Erzen (73.),
4:0 Gomes (84.)
Die Oberliga bleibt
das erklärte Ziel

Der TuS Eving ist das Phänomen der Hinrunde: so
viele langfristige Ausfälle wichtiger Spieler hatte kein anderer zu
verkraften - trotzdem reichte es zu einem Platz im oberen Drittel. In
der letzten Saison gab’s bei ähnlich schwieriger Personallage einen
Einbruch - den befürchtet Daniel Rios diesmal nicht: „Wir sind in der
Breite viel besser aufgestellt.“
Die
Ausgangsposition: Als Tabellensechster (27 Punkte) gerade noch auf
einem Aufstiegsplatz. Zum Abschluss der Herbstserie ein 2:1 beim ASC. Zuvor
jedoch Niederlagen in Olpe (2:3) und daheim gegen Wattenscheid (0:7).
Die
Vorbereitung: Verlief aus Trainersicht sehr positiv mit
beachtlichen Resultaten, wobei der 3:2-Sieg gegen Hamm herausragte. Rios: „Alle
haben prima mitgezogen.“ Christian Löwenberg und Haris Bailhodzic haben wieder
den Anschluss geschafft.
Die
Personalsituation: Weiterhin problematisch. Im Auftaktspiel gegen
Oestrich fehlt neben den Langzeitverletzten Karim Bouzerda und Karim Bouasker
weiterhin auch Sascha Rammel (voraussichtlich noch ca. zwei Wochen). Francis
Bugri ist für eine Woche im Urlaub und Philipp Kasperidus muss aufgrund eines
Praktikums in Gambia in den ersten drei Partien passen. Ein Fragezeichen
zumindest für Sonntag steht hinter Anil Konya (Sprunggelenk) und Dimitrios
Kalpakidis (Knie).
Die Neuen:
Heimkehrer Mohamed Lmcademali als einziger Winter-Transfer der Grün-Weißen
hat sich gut eingefügt und seine konditionellen Defizite weitgehend
aufgearbeitet. „Man sieht, welche Qualität er mitbringt. Wenn er komplett fit
ist, wird er unsere Offensive enorm verstärken“, so Rios.
Die
Erwartungen: Die Mannschaft hält an ihrem Ziel, der Qualifikation
für die Oberliga, fest, und lässt sich auch von den personellen Sorgen, die sich
wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, nicht beirren. „Wir haben in der
Hinrunde gezeigt, dass wir damit umgehen können“, sagt Daniel Rios
selbstbewusst. Wichtig sei ein guter Start gegen Oestrich und in Brambauer: „Wir
müssen jedes Spiel als eine Art Finale betrachten.“
Quelle.RN
Wickede
und Eving im Dauerhoch
DORTMUND 2010
hießen die großen Rivalen um den Aufstieg in die Westfalenliga Westfalia Wickede
und TuS Eving-Lindenhorst. Selbst wenn es die Skepsis-Abteilungen in beiden
Vereinen nicht hören wollen – die Geschichte könnte sich eine Liga höher
wiederholen.
Etwas ruhiger dürften derweil die
externen Skeptiker werden, die beiden Teams nicht zutrauten, nach der Pause da
weiterzumachen, wo sie im Dezember aufgehört hatten. Aber sowohl TuS als auch
die ohnehin vorsichtigeren Wickeder tun gut daran, an ihrer Marschroute des
Von-Spiel-zu-Spiel-Denkens festzuhalten.
Schott: 40 Punkte für den Klassenerhalt
Wickedes Trainer Marko Schott erinnert ohnehin an das Ziel, das sein Team durch
die Saison begleiten sollte: „Wenn wir noch zehn Punkte holen, sollten die
insgesamt 40 für den Klassenerhalt reichen. Diese einzufahren, traue ich uns
auch zu.“
Nach dem laut Schott absolut verdienten 2:0 gegen Brambauer stellt sich nur die
Frage, warum die Westfalia überhaupt Vorbereitungen absolviert – vielleicht, um
dann rechtzeitig zu merken, dass sie in den Punktspielen deutlich mehr anbieten
muss. „Jeder hat wieder den anderen unterstützt.“
Personalsituation entspannt sich
"Dazu kam, dass alle drei Eingewechselten gleich die passende Reaktion zeigten“,
fasste Schott seine Eindrücke zusammen. Das erste Tor bereiteten Sascha Richter
und Roman Schymanietz vor, das zweite erzielte Miguel Moreira. Auch personell
stellt sich die Lage relativ entspannt dar. Lukas Kreilkamp trainiert wieder,
nur Mike Andretzki (Bänderriss) fehlt neben dem Langzeitverletzten Daniel
Limberg.
Wickede ist vor dem vorgezogenen Spiel am Freitagabend um 19.30 Uhr in
Sprockhövel Vierter, punktgleich mit den Evingern. Sie setzten mit einem starken
4:0 gegen Oestrich-Iserlohn ein Zeichen. Und wie Schott fand auch TuS-Trainer
Daniel Rios kaum Kritikpunkte. „Defensiv gut und ordentlich nach vorne“,
erklärte er. Im zweiten Durchgang habe sich das Team sogar in einen kleinen
Rausch gespielt.
Lmcademali schlägt gleich ein
Und das alles gelang ohne mehrere Stammkräfte. Das heißt, viele Spieler haben
eine Entwicklung genommen, die sie eine richtig gute Westfalenliga-Mannschaft
bilden lässt. Dazu fügt sich Neuzugang Mohamed Lmcademali gleich ansprechend
ein. „Das bestätigt nur unsere Eindrücke aus der Vorbereitung. Er arbeitet enorm
viel für die Mannschaft.“
Vor der Partie in Brambauer dürfte sich die personelle Situation entspannen.
Anil Konya meldete sich schon gegen Oestrich zurück, Dimitrios Kalpakidis saß
schon auf der Bank und dürfte bald komplett wiederhergestellt sein. Francis
Bugri kehrt am Donnerstag aus dem Urlaub zurück, Sascha Rammel ist im
Lauftraining, ab April könnte Karim Bouzerda nach seinem Kreuzbandriss wieder
zur Mannschaft stoßen. Bange sein muss vor den kommenden Aufgaben also weder
Wickede noch Eving.
Quelle.RN
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